manchmal ohne demut
das alter ruht im gelebten. seine
tage zwingen dich nicht mehr.

schön in gewesenem, wie eine
auslaufende sonne über herbstlichem baum,

der nach erde riecht und nach staub.
im frühjahr kommen seine früchte
nicht mehr samten.

lebenszeiten hängen an den zweigen,
gelb und braun warten sie
auf letzte zeichen.

manchmal ohne demut in rot und lila,
ungezähmt und ein wenig verrückt.


Autor: Karin Posth (72 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Jedes Alter hat seine Vorteile. Nach einem Arbeitsleben treibt keine Eile an. Der ganze Tag wartet. Ich schreibe und male. Beides füllt meinen Tag aus.
Quelle: DER HIMMEL IST KEIN GESCHENK