Träume tragen keine Wanderschuhe
Als die Worte von den Bäumen fielen,
regnete es.
Die Erde bog sich
wie eine hohle Hand.

Du holtest Eimer und Schirm,
doch unsere Träume
gingen barfuß
über Disteln.

Heute stelle ich mir vor,
wir hätten uns aus dem Schweigen gelebt
und in den Nebenströmen
der Zeit versteckt –
vielleicht hätte unser Boot
getragen,
dich,
mich
und den Eimer mit Worten.


Autor: Sigune Schnabel (36 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Ein Versuch, über die Grenzen des Unsagbaren zu blicken und das Unbegreifbare zu verstehen.
Quelle: Autor