Himmelwärts
Himmelwärts

Siehst du die Machtlust der Führer,
diese Dämonen der Nacht?
Sie haben haltlose Menschen
zu pervertierten gemacht.

Siehst du die Hand, diese kleine,
die Vaters Hand fest umfasst?
Siehst du die Scham jenes Vaters,
der seine Ohnmacht so hasst?

Siehst du die Wölfe im Schafspelz,
sie bringen Hass in die Welt.
Siehst du sie mit ihrem Mantra:
Angst um Besitz und um Geld.

Siehst du die Tränen der Mutter,
wenn ihr die Seele zerreißt?
Siehst du sie weinend am Gitter,
das ihre Hoffnung abweist?

Siehst du die pöbelnden Menschen,
was haben sie schon getan?
Sie kamen ohne ihr Zutun
hier im Schlaraffenland an.

Siehst du die Menschen am Feuer,
aus einem Land, kriegsentweiht?
Siehst du die Endzeitpropheten,
geifernd zur Hetzjagd bereit?

Siehst du den braunen Gesellen,
Seele verkümmert und klein?
Er will durch Hass und durch Hetze,
wieder ein Herrenmensch sein.

Siehst du das Sterben der Würde
und wie Gemeinschaft zerfällt?
Siehst du die Angst vor dem Fremden
und Egoismus der Welt?

Siehst du die Menschen auf Booten,
verarmt, verjagt, auf der Flucht?
Siehst du den Blick voller Flehen,
dessen, der Schutz bei uns sucht?

Siehst du die Meister der Zwietracht,
die auf Europa ausstrahlt?
Wieder das Menschsein entwertet,
wieder die Armut, die zahlt.

Hörst du das Lachen der Kinder,
von der Bedrohung befreit?
Siehst du das Glück in den Augen,
hinter dem Schleier aus Leid?

Willst du die Zukunft verändern,
öffne die Seele, dein Herz.
Wachsen dem Herzen noch Hände,
dann wächst die Welt himmelwärts.




Autor: Hans - Georg Wigge (58 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Gegen die Ungerechtigkeit auf dieser Erde anzuschreiben! Wir sind alle nur Menschen und "Jeder Fremde ist in der Fremde der Fremde" (Karl Valentin zugeschrieben)
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