Mit ausgebreiteten Armen
Hinter geschlossenen Lidern
schlummern Pflastersteine
aller Straßen.
Ich bin ein Narr auf ihrem Weg,
der seinen Augen traut,
wenn sie Schwarz sehen
und inmitten ein flirrendes Immermeer
aus wogenden Zeichen,
das Staunen macht,
Ah und Oh,
und einen offenen Mund,
der lächelt,
koppheister schießt oder geht,
immer dem Klang nach,
mit ausgebreiteten Armen,
als ließe sich ihr Licht einfangen
in einem Totenhemd,
das morgen früh,
wer weiß das schon,
ein Festkleid ist
in ihrem Widerschein.


Autor: Steffen Glathe (57 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Ich lausche auf geheimnisvolle Botschaften aus der Bandbreite inneren Erlebens und ihre Resonanz im Ewigen, auf Silben und Satzfetzen, Gestammel und Schreie, auf Unter- und Obertöne und ihr Oszillieren um das Gesagte und das Verschwiegene. Und dann und wann, um das eine oder andere Verstandene der Flüchtigkeit des Verstehens zu entreißen, zeichne ich es auf.
Quelle: eigenes