brotlose kunst
Den Worten entgegen
hungern mit Händen,
in denen nichts hängen
bleibt, löchrige Siebe.
Nachts serviert der Traum
ein Wort in der Stille
Glut gebacken. Beim Erwachen
liegen Krümel auf dem Laken,
unentzifferte Hieroglyphen.
Es duftet nach Brot.

Lisa F. Oesterheld


Autor: Lisa Oesterheld (60 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: ein innerer Drang
Quelle: eigenes