Ertrinkend betrunken
Geliebtes Meer-
stürmisch tobst du vor mir.
Inhalt meiner sehnsuchtsvollen Träume-
voller Ruhe und Frieden.
Wunsch nach Endlichkeit-
und Lebensende.
Ertrinkend Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit- Lichtblick für die Besiegung der Vergangenheit.
Befreiend und doch so einengend-
dem Horizont ein allerletztes Mal entgegen- und doch so grausam weit weg von mir.
Wellen umspülen meinen Körper-
Sand will meine Füße wachrütteln:
Was bleibt ist nichts-
eine menschenleere monsterartige Hülle ohne Empfinden.

Plötzlich Du:
Geliebtes Wesen-
stürmisch tobst du vor mir.
Inhalt meiner sehnsuchtsvollen Träume-
voller Ruhe und Frieden.
Wunsch nach Unendlichkeit-
und Lebensanfang.
Betrinkend an dir Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit- Lichtblick für die Besiegung der Vergangenheit.
Befreiend und so erweiternd-
dem Horizont ein allererstes Mal glücklich entgegen- und doch so schmerzlich nah dran bei mir.
Wellen der Leidenschaft umspülen meinen Körper- Sand rieselt zärtlich aus
deinen Fingern und rüttelt mich wach:
Was bleibt ist plötzlich ganz viel –
ein Mensch mit Empfindungen. Ein Mensch. Ja, ein Mensch.


Autor: S. Günther (47 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Die Situation weckt eine Erinnerung, die Erinnerung sucht sich ihre Stimmung, in der Stimmung fließen die Worte.
Quelle: Eigenes