Selbstverständlich Frei
Leise wehte ein Wind durch das Land
Die Menschen schauten hinüber
Und Sehnsucht reichte ihnen die Hand
Doch noch war die Nacht nicht vorüber

Und noch lauter schallte Kommandoschritt
Bis in den tiefsten Kerker
Und die Gefangenen beteten mit
Aber nun blies der Wind immer stärker

Wo der Himmel noch gestern in Flammen stand
Senkte sich Stille übers Land
Als endlich der Morgen graute.
Nur wenige konnten sich retten
Meist sprengte der Tod ihre Ketten

Und heute, da weht ein ganz anderer Wind
Wir wolln uns so schnell nichts vergeben
Denn heute sind wir ja nicht mehr so blind
Und natürlich genügend verwegen


Autor: Ursula Strätling (62 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Ich habe Freude am Spiel mit der Sprache und ihren vielfältigen Ausdruckmöglichkeiten. Dabei kann ich meine Fantasie gestalterisch einsetzen und neue Welten entstehen lassen, Innen- und Außenwelten darstellen und verarbeiten, Gefühle und Gedanken klären, neue Positionen und Blickwinkel einnehmen …
Quelle: eigenes