Weine, bitte weine nicht
Regungslos mit wachen Sinnen
lieg ich ausgestreckt und höre,
höre auf die Stimme drinnen
da nun draußen nichts mehr störe,
sich die Wahrheit offen legt.

Fern die Zeiten ohne Ende
da das Ende in der Ferne.
Fern die Freuden, die ich gerne
nun noch einmal wieder fände,
doch sie wurden schon gelebt.

Was noch bleibt, gilt zu bedenken
jeden Tag gilt es zu fangen,
jede Nacht will ich Dir schenken,
ohne Trauer ohne Bangen
keine Illusion gehegt.

Kommt die Stunde des Gerichts,
weine, bitte weine nicht,
denn die Fäden waren echt,
wurden bunt und gar nicht schlecht
von des Schicksals Hand gewebt.


Autor: Jean-Marie Buerstedde (57 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Spaß an Gedichten
Quelle: Eigenes