moiré
im zwielicht eines morgengrauens
schlich ein traum sich in den tag
es war dein lächeln, immer schon
in dem sich deine macht verbarg

es ist schon hell und ich muss los
was machst du noch in meinem kopf
hör auf uns beide so zu quälen
und kehr zurück ins dunkle off

die zeiger laaben sich am tage
fressen schon die mittagsstund
noch immer schmeck ich deine lippen
an meinem ungeküssten mund

wie soll ich mich an uns erinnern
wo es dich doch niemals gab
ich habe angst bald zu vergessen
wer vor kurzem du noch warst

kein bild, kein lied, kein wortgemälde
kann binden dich an diese welt
ein feiner film auf meinen sinnen
mehr ist es nicht was von dir bleibt


Autor: Michael Köpf (34 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Manchmal klebt einem ein Traum noch einige Stunden nach dem Erwachen auf der Seele, nichts jedoch ist schlimmer, als etwas vermissen zu müssen, das es in Wirklichkeit nie gab.
Quelle: unveröffentlicht / online