blubbb XCVII ODER fatal banal
lippen so kusslos, verkommen
zum strich. brauen
steilen in die stirne, furchen
brache in den sinn.
augen uferlos, hetzen
den sekunden hinterher

du, du weiszt du,
meine mutter liebt
kuckucke, ihr ruf
eilt ihr nach, doch
der schrei ist
meinem mund entrissen

finger fahrig, buchstabieren
ungesprochenes, hören
hält auszug, zu
grell deutet die welt
das leben & ich,
ich gehe
geständnissen entgegen,
die ich nicht wahr
-nehmen will

du, du weiszt du,
meine mutter liebt
kuckucke, ihr ruf
eilt ihr nach, doch
der schrei ist
meinem mund entrissen.


Autor: noel legne (50 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: worte bringen mich immer wieder an den rand des miteinander.
hörer, empfänger, situation, erfahrung, all das spielt in die scheinbar so klar definierten worte.
& sich damit auseinander zu setzen, das "etwas" hinter den worten zu bergen, macht mir spaß
Quelle: Eigenes