Hundstage
Wenn die Sonne heimlich den Sirius küsst,
dann brennen uns Kopf, Herz und Füße heiß
und jeder spürt es und jeder weiß
dass bald sich der Sommer verabschieden lässt .
An den Wegrändern warten Giersch, Nessel und Mohn
es glühen die Felder dürr, kornreif schon.
Der Sommer senkt sich drückend aufs Land,
strohtrocken die dürstenden Wälder ich fand
Der Feuerteufel knistert und zündelt im Holz
treibt loderndes Spiel in Wäldern und Auen
verdorrt manchen Traum, der mal kühn war und stolz
und lässt zurück in Asche uns schauen.
Was einst blühte ist nun vergangen.
Geh weiter und bleibe nicht hangen
was einst gewesen, es wächst wieder neu
im Kreislauf des Jahres und Lebens treu.
O nimm den Becher, den kühlen zur Hand
in Erwartung von Frische und Regen
und wünsche der Erde, dem ganzen Land
Frucht, Fülle, Erneuerung, Segen.




Autor: Renata Maßberg (80 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Freude am Schreiben, am Formulieren von Gedanken und Gefühlen
Quelle: eigenes