Stille
Stille

Stille
endgültigen Hierseins,
aus den Dingen entwachsen
im geduldigen Horchen
aufwärtsgleitend,
blicke ich Dir lange ins Gesicht.

Im Triebwerk
zeitraffender Geschwindigkeit
und im buntgrellen Aufflackern
hastiger Metropolenlichter,
schenkst Du mir
Deinen Vorrat an Schweigen

Du bist der Tempel,
der den Steinherzen
im internetsprühenden Getöse
der Globalisierung,
eine Luke öffnet - hin
zur horizontlosen Unendlichkeit



Einreicher: Literatur Apotheke ( Jahre)
Autor: Anat-Katharina Kalman
Leseerfahrung:
Quelle: Stadt Lyrik 2000 – Lyrik-Säulen in der Stadt Hildesheim