Die Schule der Tiere
„Die Schule der Tiere“

Eines Tages versammelten sich im Wald ein Vogel, ein Eichhörnchen und ein Maulwurf. Sie beschlossen, eine Schule zu gründen und bildeten einen Schulrat. Der Vogel bestand darauf, dass Fliegen in den Lehrplan aufgenommen werden müsse, das Eichhörnchen sagte, dass senkrechtes Bäumeklettern ein absolut notwendiger Bestandteil des Lehrplans sein müsse und der Maulwurf bestand auf Löcher-in-die-Erde-Graben.

Sie nahmen alle Fächer in den Lehrplan auf und erklärten es zur Regel, dass jedes Tier sie belegen müsse. Obwohl der Maulwurf hervorragend beim Löcher-in-die-Erde-graben war, stellte sich heraus, dass er beim Senkrecht-auf-die-Bäume-klettern ernsthafte Probleme hatte. Er fiel immer herunter. Auch beim Fliegen sah es nicht besser aus. Er bekam eine Eins im Löchergraben und jeweils eine Sechs in den beiden anderen Fächern. Der Vogel war ausgezeichnet im Fliegen, aber wenn es darum ging, Löcher in die Erde zu graben oder senkrecht Bäume hochzuklettern, war er schlecht. Am Ende was das Eichhörnchen Klassenbester. Zwar bekam es eine Sechs im Fliegen, jedoch eine Eins im Bäumehochklettern und eine Vier im Löchergraben.

Wie passend ist doch das Zitat von Albert Einstein: Jeder ist ein Genie, aber wenn du einen Maulwurf danach beurteilst, wie gut er fliegen kann, wird er sein Leben lang glauben, dass er dumm ist.


Einreicher: Literatur Apotheke ( Jahre)
Autor: Thimon von Berlepsch
Leseerfahrung: Doch im Gegensatz zu meinen Eltern hatte die Schule kein Interesse daran herauszufinden, wer ich wirklich war. Und was meinen Lernneigungen entsprechen würde. Ich bekam wie alle anderen Schüler auch eine Potpourri vorgesetzt, - das nennen wir heute noch Allgemeinbildung.
Quelle: Zitat aus: „Der Magier in uns“ von Thimon von Berlepsch