Vertikal
Vertikal

In etwas Nichts liegt etwas Sein
Still und ruhig, wie ein Keim
Plötzlich ein Gefühl, ihm fällt etwas ein
Es ist nichts, doch kann etwas sein
Das Sein wird nass, bis es etwas spürt
Tief in sich drin liegt eine Tür
Die sich nun öffnet, durch die Bewusstsein fließt
Die das Sein erfüllt, das vibriert und sprießt
Und dann fühlt es Wärme und folgt ihren Spuren
Aufgeregt und freudig nach den nächsten Schritten suchend
Plötzlich bricht es durch die Erde und die Sonne scheint
Das Sein wuchs als Keim hoch und in die Sonne rein
Es lebt die Existenz in Wärme, Wind und Regen
Wächst und liebt das Leben, immerwährend
Es spreizt seine Arme und die Blätter werden grün
Sein Kopf entfaltet sich und fängt an zu blüh'n
Das Sein expandiert in tausend Farben wird zur Blume
Dem unendlichen Sein, dem Universum zum Gruße

Die Blume schaut sich um und entdeckt eine Verwandte
Gleich neben sich die nächste und darum hundert andre
Blumen sprießen zahllos und in großer Farbenpracht
Das Sein hat sich verdichtet und über sich selbst nachgedacht
ein Aspekt des Sein formuliert als ein Gedanke
Bewusstsein schöpft sich selbst, keine Zweifel, keine Schranken
Es bestaunt sich aus dem Grund allein die Schönheit zu genießen
Mal von Blume zu Blume neue Erfahrung zu erschließen
Das Sein will expandieren und sich mit sich selbst verweben
Unendlich Möglichkeiten und Wege sie zu leben


Autor: Jan Capar (21 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Ich bin jeden Tag aufs Neue fasziniert vom Leben, unserem Planeten und der Existenz. Alles ist so wunderschön. Deshalb passieren manchmal solche Texte.
Quelle: