Was mir heilig ist
Was mir heilig ist

Die wohligen Träume
im Dunkel der Nacht,
die Arme des Engels,
der über mich wacht,
das Erwachen am Morgen
im Kreis der Familie,
das Lachen der Kinder,
das Erblühen der Lilie.

Weil alles im Leben
so rasch vor sich geht,
erquickt mich am Morgen
ein stilles Gebet
mit der Bitte an Gott,
der alles wohl lenkt,
dass er mir Gesundheit
und Glauben schenkt.

Im Lauf eines Tages erfolgt reges Tun
von fleißigen Händen, die selten ruh’n.
Doch dieselben Hände,
selbst wenn’s jemand leugnet,
sind zum Kosen und Streicheln
und zum Falten geeignet.

Wenn am Ende des Tages
sich der Abend neigt,
hat sich Fassen und Lassen
und Lieben gezeigt.
Auch das Geben und Nehmen
und zu sein, wie du bist.

Ein klein wenig von Vielem,
was mir heilig ist.



Einreicher: Literatur Apotheke ( Jahre)
Autor: Johanna Beck

Leseerfahrung: Lust am Wort
Quelle: Hildesheimer Lyrik-Wettbewerb 2014