Einsames Herz
Ich weiß nicht,
wie ich es dir sagen soll.
Ich kann es nicht ausdrücken,
so dass du mich verstehst.
Ich rede drum herum
und finde nicht die Worte.
Die Worte, die dein Herz berühren.
Wo sind diese Worte?

So viele Worte und Meldungen,
jeden Tag unzählige.
Und meine Worte?
Gehen sie unter in den Tagesmeldungen?
Berühren sie dich nur oberflächlich,
ohne in dein Herz vorzudringen?
Zugeschüttet mit E-Mails und Nachrichten.
Immer erreichbar und doch nicht erreichbar.

Was soll ich also tun?
Vielleicht sollte ich meinen Schriftgrad erhöhen
und wichtige Wörter farblich hinterlegen,
meine Nachricht als „vertraulich“ einstufen
oder eine Lesebestätigung anfordern.
Und doch erreiche ich dich nicht.
Nicht im Herzen.
Zu zäh ist der Strudel aus Informationen,
zu schwach meine Botschaft zwischen den Zeilen.
Wo bist du nur?
Ich vermisse dich!


Autor: Josefa Weindl (36 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Worte in Gedanken tragen mich über Schranken, klopfen ohne Vorwarnung an, suchen die Nähe, suchen die Weite, kommen an.
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