Zerfließende Grenzen
Zerfließende Grenzen


Von deinen Lippen
fallen Wünsche aus Papier
die Bettkante hinunter

schwankend rastet ein Hauch auf meiner Haut
und singt ahnungslos bis wir die Zeit versiebt haben

auf den Grund
wo Gedachtes unzerkaut bleibt

und wenn der Tag die Krümel aus Gold
vor meiner Tür vergessen hat
und ein Falter an meinem Fenster unsere Wünsche einsammelt

dann verschwimmt die Melodie
unter deinen Händen

Der Raum ist nur noch eine Parabel

eine Flut aus wirrem Haar

eine Orgie von geheimnisverschmierten Mündern

zergehend
über uns.


Autor: Rebecca Schettler (22 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: In meiner Lyrik ist es mir wichtig die Dinge in eine Form zu bringen, die mich und die Menschen um mich, den Zeitgeist, bewegen. Es geht darum zu sagen, was gesagt werden muss und die innere Wahrnehmung in Worte und Sprache zu fassen, den Moment zu manifestieren.
Quelle: Die Autorin selbst