logorrhoe
ich sitze ganz allein und prügel worte in die tasten
und nur der mond am himmel schaut mir zu
mir fehlt die zeit der ort zum rasten
ich finde einfach keine ruh

ich hämmer buchstaben in zeilen
die wörter pochen hinter meiner stirn
wann soll man fliehen wann verweilen
und irgendwann platzt mein gehirn

ich haue welten aus den worten und
erschaffe mir die welt ganz neu
die alte welt wurde zu wund
die neue aber ist mir treu

ich sitze ganz allein und puste worte in die höh
es klingt verrückt aber das ist es nicht
man sagt ich wäre krank und hätte logorrhoe
mir hilft das schreiben und ich nenne es - gedicht


Autor: Anne Magdalena Wejwer (19 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Wenn man die Wahl hat zwischen einem geplatzten Gehirn und einem missglückten Gedicht sollte man sich immer für letzteres entscheiden... ;-)
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