für d.
ich hab geweint damals und ich war noch ein kind
als du mir sagtest dass enden auch anfänge sind
ich hab dir nicht geglaubt und nur dein t-shirt genässt
und gefürchtet dass du mich auch noch verlässt

ich hab geweint damals und wollte nicht mehr weiter
weil jedes ende mir unendlich schien
ich wusste nicht warum wozu und dann alleine
und wusste nicht mit wem wohin

du hast gefragt ob ich die stufen kenne
ich hab genickt und trotzdem weitergeweint
und mich gefragt was sollen alte gedichte
wenn die ganze welt so trostlos scheint

und später dann hab ich in tiefer dankbarkeit verstanden
das auch in diesem anfang wohl ein zauber war
und dieser zauber der mich schützte und mir half zu leben
warst du - denn du warst für mich da.




Autor: Anne Magdalena Wejwer (19 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Gedichte können helfen. Sie können ein Licht sein am Ende des Tunnels, ein Rettungsring. Es kann nur manchmal Jahre dauern, bis sie anfangen zu wirken...
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