Der letzte Weg
Der letzte Weg

Hielt dich in meinen Armen
in all der schweren Zeit,
sah oft in deinen Augen
der Schmerzen Traurigkeit,
erspürte auch das Ahnen
nahender Endlichkeit
und konnte doch nicht mildern,
dies unsagbare Leid.

Doch war ich dir zur Seite,
bis diese Stunde kam
in der der weiße Engel
dich in die Arme nahm.

Weiß dich nun gut geborgen
und ohne alles Leid,
entledigt aller Sorgen,
dort in der Ewigkeit,
in der wir uns einst finden,
ganz ohne Raum und Zeit
uns Strahlenkronen winden,
vom Weltenschmerz befreit.

In unsrer Seelen Heimat
ist’s gleißend licht und hell,
dort gibt es keine Schatten,
nur ew’gen Liebesquell.

Dass ich dich durft’ begleiten,
in schwerster Lebenszeit,
hat mich auf allen Seiten
versöhnt – bin nun bereit
und reich auch meine Hände
dem weißen Engel zu,
in heiligem Vertrauen –
wo er hinführt, bist DU.

© Syrdal 2015


Autor: Syrdal von Ro (75 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Formulierung von Gedanken, Erfahrungen und Sichten aus einem langen, bewegten Leben.
Quelle: