La Dolce Vita
Spann die Flügel über das Firmament der grünen Stadt
auf dem Gefieder der Vögel die den Norden
verlassen ist mein Name tätowiert …
Vissi de Arte! Vissi D, Amore!

Nichts hat sich verändert
außer die Summe der Distanz zwischen unseren Fingerspitzen
Der Regen schwemmt die Kreide unserer Kindertage fort,
Rot zu Blau
Blau zu Grau,
über uns sind die Wolken erwachsen geworden,
unsere Münder saugen an ihnen
vielleicht wäre es Zeit,
du weißt schon …
erwachsen zu werden
oder jung zu bleiben.
der Staub im Vertiko
die Flugangst, die Ferne, ein Umkehrpunkt
auf der Landkarte deines Großvaters


Der Wind legt dir Blütenstaub auf die Zungenspitze,
Du schmeckst den Frühling, unseren Frühling
die Bitterkeit im Rachen
eine Distanz,
das Gespräch der Glühwürmchen in deinen Augen
ich rieche
den Rosenduft im Garten deiner Eltern…
er ist Heimat geworden, mit dir
und doch muss ich fort,
bis die Oliven die Entfernung
unserer Arme berechnen.

Es ist immer wieder Chopin
der uns die Tragik im Dreivierteltakt erklärt.

Der gewaltige Abschied
wir beginnen uns im Traum zu begleiten
zu bleiben
eine erklärbare Reihenfolge zu suchen
ins dunkle Hinein
wo niemand mit bloßem Auge
die liebe erkennt

Die Gegenwart ist ein verdunsten
wenn das erzittern uns füttert
jenseits der Fernlichtschranken
nie haben wir genug Hände
uns zu begreifen


Wie viel Belichtungszeit
braucht das Glück
bevor die Augen uns schließen
unter einer Landschaft aus träumen
Komm
lass uns balancieren
auf diesem Landstreifen
wo wir enden
Wenn wir nur wüssten,
wie wir die Entfernung zerteilen könnten,
La Dolce Vita
kein süßes Leben
ohne dich  …


Autor: Nico Feiden (24 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Kunst ist nur so groß, wie man sie teilt...
Jedes Wort, jeder Vers, der einmal zu Papier gebracht wurde, macht uns unsterblich, lässt uns die eigene Wahrhaftigkeit der Emotionen erdenken und erleben, ohne zu vergessen, wie wichtig Poesie, Schönheit und Liebe für die Welt.
Es scheint als lebe in der Lyrik, eine Art Verständis, für dieses große Wunder, dass wir Liebe nennen.
Quelle: der Autor selbst