nichts falsch machen
Nichts falsch machen

Heute habe ich mir vorgenommen, nichts falsch zu machen. Es gibt Leute, die sagen, wer nichts tut, der kann auch nichts falsch machen.
Ich bin mir da nicht so sicher, wenn ich zum Beispiel an einen Schrankenwärter denke. Dabei hängt es natürlich davon ab, wie die Stellung der Schranke war, als sich der Schrankenwärter entschloss, nichts mehr zu tun, um nichts mehr falsch zu machen.
Aber das ist natürlich Unsinn, denn Schrankenwärter gibt’s ja nicht mehr, jedenfalls nicht bei uns. Wenn keiner irgendetwas macht und dann trotzdem etwas passiert, dann ist das eben nur Technisches Versagen. Das ist besonders gut, denn dafür ist nur die Technik verantwortlich und keine Person mehr; damit kann jeder gut leben.
Noch besser ist eine betriebsbedingte Störung. Wie das Wort schon sagt, der Betrieb ist schuld. Ohne Betrieb gibt’s auch keine Störung. Man muss nur den Betrieb einstellen und schon kann man nichts mehr falsch machen. Leider mögen es viele Leute nicht, wenn man nichts macht.
Wahrscheinlich hängt das mit der Zivilisation zusammen. Bevor wir zivilisiert waren, haben wir einen Bären erlegt und dann tagelang davon gegessen und uns sonst ausgeruht. Abgesehen davon, dass Bären vor allem für Tierfilme oder bestenfalls noch für den einen oder anderen Zoo reserviert sind, ist ausruhen ganz schädlich. Das geht heute nicht mehr; sich einfach nur so ausruhen!
„Wer rastet, der rostet!“ Es ist ganz wichtig, dass man immer in Bewegung bleibt, egal wo man ist.
Einfach nur bewegen geht natürlich auch nicht. Man muss sich schon gezielt bewegen; am besten unter Anleitung und mit einem ausgewogenen Programm. Dann, so wird uns gesagt, kann man nichts falsch machen!
Noch besser ist es, wenn man für seine Bewegung verschiedene Geräte braucht. Dann ist man nicht nur deutlich fitter, sondern man sorgt auch noch für Arbeitsplätze in der Wirtschaft.
Am Wichtigsten überhaupt ist allerdings die Wirkung. Die Wirkung auf andere meine ich. Was sollen die Leute von einem denken, wenn man da einfach nur sitzt, rumsitzt oder noch schlimmer rumhängt. Das sollte man unbedingt vermeiden.
Da gibt es professionelle Hilfe. Nutze dafür einfach die richtige App. Sie sagt dir schon, ob du heute richtig lebst. Sie sagt dir auch, wie du weiterleben musst. Wenn du willst, kannst du so auch deine Zukunft bestimmen. Vertraue deiner App, dann kannst du nichts mehr falsch machen.

©jomark-05/2017


Autor: Johannes Markner (68 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Einfach so!
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