Nebelwandlerin
Ich schreite im Nebel,
die Schwaden so dicht
als gäbe es dahinter nichts mehr.

In der Ferne wird der Schrei einer Krähe
zu meinem einzigen Anker
im Grauweiß.

Doch was macht das schon?
Atmen wird ganz leicht,
denn alle Schatten wurden geschluckt.
Kein Grund mehr, Herz, schneller zu schlagen!

Nur hin und wieder
- scheint mir –
schimmert etwas durch,
von der Welt, die ich kannte.

Doch versunken zwischen den Schleiern,
verblasst sie mehr und mehr.
Zu einem Traum.


Autor: Stephanie Richter (32 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Schreiben, egal ob Lyrik oder Prosa, bietet die Möglichkeit, Gefühltes sichtbar zu machen und mit anderen zu Teilen. Durch Gedichte und Geschichten kann ich Erlebtes verarbeiten oder mir über Dinge klar werden. Geschriebene Worte können Bilder erwecken, die noch einmal eine ganz andere Art von Kommunikation zwischen Menschen ermöglichen als es in Gesprächen der Fall ist.
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