Spätsommernachmittagstraum
Die Totenköpfe der Sonnenblumen neigen sich schwarz ins Himmelgelb.
Der Wind wird schärfer. Haucht ihnen einen kleinen Rest von Leben ein, während sie von den letzten Sommertagen träumen.
Es wird dunkler und in der Ferne schwingt ein Mann seine Sense. Sie können es nur noch nicht hören. Korn wankt raschelnd im Wind, summt leise Sommermelodien. Doch längst sind es Krähen, die dazu singen.
Und irgendwo
– als Tag und Abend sich im Zwielicht berühren –
schwenkt der Mann seine Sense.
Er ist schon fast da.


Autor: Stephanie Richter (32 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Schreiben, egal ob Lyrik oder Prosa, bietet die Möglichkeit, Gefühltes sichtbar zu machen und mit anderen zu Teilen. Durch Gedichte und Geschichten kann ich Erlebtes verarbeiten oder mir über Dinge klar werden. Geschriebene Worte können Bilder erwecken, die noch einmal eine ganz andere Art von Kommunikation zwischen Menschen ermöglichen als es in Gesprächen der Fall ist.
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